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Trier-Pfalzel

 

Stadtteil von Trier
 

 

 

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Vom lateinischen Wort für Palästchen, palatiolum stammt der Name dieses Trierer Vorortes, der trotz der Zugehörigkeit zur ältesten Stadt und jüngsten Großstadt Deutschlands seine Eigenständigkeit bewahrt hat und dem Besucher durchaus wie ein eigenes kleines Gemeinwesen vorkommt.

Fünf Kilometer moselabwärts von Trier auf der linken Moselseite gelegen, hat Pfalzel mit seinen engen Gassen und historischen Bauten viel von seinem Charakter als kurfürstliches Amt des Mittelalters bewahrt. Damals war es Verwaltungszentrum für über hundert Dörfer und von einer stattlichen Festungsmauer umgeben.

Auch aus römischer Zeit haben sich Reste erhalten, und das "Palästchen" jener Zeit hatte immerhin die Ausmaße von 65 x 56 m, eine Dimension, die von den Nachfolgern des römischen Imperiums wohl kaum mit einer Verkleinerungssilbe versehen worden wäre. Erbaut von "Julian dem Abtrünnigen", umgestaltet und als Sommersitz genutzt von Kaiser Valentinian I. und dann von dessen Sohn Kaiser Gratian.

Aber auch dieser Palast wurde von den erobernden Franken ausgeplündert und zerstört. Die verfallene Anlage erhielt Adele, die Tochter des Frankenkönigs Dagobert II. um 700 als Geschenk von Pippin dem Mittleren.

 

Sie gründete dort ein Benediktinerinnenkonvent und war dessen Äbtissin. 1027 wurde das Domänenstift von Erzbischof Poppo wegen "verfallener Sitten" aufgelöst und in ein Kanonikerstift umgewandelt.

Aus römischer Zeit stammt auch das - von außen nicht sonderlich auffallende - älteste bewohnte Steinhaus Deutschlands (4. Jahrundert), auf das Pfalzel mit Recht stolz ist.

In der heutigen Pfarrkirche St. Marien/St. Martin verbinden sich römische Bauelemente und die Reste der unter Adele entstandenen und später ergänzten Konventskirche zu einer reizvollen Kombination.

Das kurfürstliche Amtshaus und heutige Rathaus aus dem 16. Jahrundert legt Zeugnis ab von der früheren Zentralfunktion des heutigen Großstadtvororts.

Die Eisenbahnbrücke die bei Pfalzel die Mosel überquert wurde 1878 eröffnet und eingleisig als Teil der Kanonenbahn benutzt. Auf der Brücke verlaufen heute zwei Gleise und ein Fußweg.

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