Treis-Karden

 

Verbandsgemeinde Cochem, Kreis Cochem-Zell,
ca. 2200 Einwohner, 598 ha, davon 35 ha Weinbau und 184 ha Wald

 

Treis

Wo die Täler des Flaumbaches und des Dünnbaches ins Moseltal münden, liegt der alte Ort Treis, seit 1969 mit Karden vereint. Ein steiler Kegelberg, der Zillesberg, ragt als Hausberg über dem Ort auf, ein kleinerer begrenzt ihn zur anderen Seite. Weiter ins Flaumbachtal hinein recken sich noch zwei Felskegel in die Höhe, von Burgen gekrönt. Die eine, Burg Treis aus dem 11. Jahrundert ist nur noch Ruine, die andere, die Wildburg, ist erhalten, in Privatbesitz und bewohnt.
Burg Treis, eine Festung von regionaler Bedeutung kam nach Erbstreitigkeiten und nach der Eroberung durch Bischof Albero 1148 an das Kurfürstentum Trier. Bischof Hillin, Alberos Nachfolger, ließ 1157 den mächtigen Bergfried der Burg Treis errichten, der als der höchste erhaltene Burgturm an der Mosel gilt.
Unterhalb der Wildburg liegt am Flaumbach die Wildburgmühle, die schon in mittelalterlichen Urkunden erwähnt wird. In jenen Zeiten waren die Mosel und ihre Nebenflüsse wegen ihres Fischreichtums berühmt. Hier an der Mühle führt uns ein kleines Denkmal vor, was daraus geworden ist: Das Relief eines Lachses zur Erinnerung an den letzten seiner Gattung, der 1945 im Flaumbach gefangen wurde.

Treis ist einer der Moselorte, die durch Bombardierungen im Jahre 1945 (u. a. wegen der Moselbrücke) erhebliche Schäden erlitten. Vieles an alter Bausubstanz ging damals verloren. Dennoch gibt es einige reizvolle Fachwerkbauten und Bürgerhäuser aus dem vorigen Jahrhundert sowie die Pfarrkirche St. Johann Baptist. Sie wurde 1824-31 durch den berühmten Architekten Johann Claudius von Lassaulx erbaut und ist eines der ersten Beispiele seiner an mittelalterlichen Vorbildern (neo-gotisch) orientierten Baukunst, die eine ganze Epoche beeinflusste.
Geschützt durch die Insel »Pommerer Werth« liegt vor Treis ein großer Jachthafen für Motor- und Segelboote.

 

Karden

Schon vor den Römern, bei denen es cardena hieß, hatte der Ort eine große kultische Bedeutung durch den Martberg mit seinen keltischen Heiligtümern. Die neuen Herren, ohne Berührungsängste zu anderen Religionen, ordneten die lokalen Gottheiten in ihre Göttergemeinschaft ein, und der Pilgerbetrieb scheint auch in römischer Zeit floriert zu haben. Vierzehn Töpfereien zur Herstellung von Götterbildern und Devotionalien wurden ausgegraben. Im vierten Jahrhundert gründete Kastor mit drei Gefährten die erste Christengemeinde. Später wurden die Gebeine dieser frühen Heiligen verehrt, neue Pilger kamen. Nach einer Pause in der Zeit des frühen Frankenreiches wuchs die Bedeutung im hohen Mittelalter wieder. Damals enstand das wichtigste Bauwerk im Ort, die Kirche St. Castor, der »Kardener Dom«, der mit seiner harmonischen Verbindung hauptsächlich romanischer und frühgotischer Bauelemente weit über den Moselraum hinaus bekannt ist.
Um die Kirche herum liegt der ehemalige Stiftsbezirk, der früher im Ort bestimmend war und noch heute den historisch besonders reizvollen Teil Kardens umfasst.

Mindestens seit dem 10. Jahrhundert war Karden Sitz eines der fünf Archidiakone des Bistums Trier. Dieser Verwaltungsbezirk umfasste ein weites Gebiet mit den Eckpunkten Traben-Trarbach, Bad Breisig und Bacharach und bestand bis 1794.

Karden hat viele reizvolle alte Bauten, u.a. den »Korbisch«, das ehemalige Wohngebäude des Probstes und das Burghaus an der Uferstraße. Der ehemalige Kreuzgang des Klosters ist teilweise erhalten und beherbergt in seinem Obergeschoss das Stiftsmuseum.

Bei Karden mündet der Brohlbach in die Mosel. In seinem romantisch engen Tal finden sich einige abgelegene Mühlen, teilweise heute als Gasthöfe genutzt.

 

Aktivitäten in Treis-Karden

Bssuch im Spiel- und Spaßbad oder auf dem Minigolfplatz.

 

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