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Ehrenburg um 1830

 
Auszug aus dem Buch »Mit Carl Bodmer von Trier nach Koblenz«
 
Ehrenburg 1830 24
 
Es ist das Tal der Eresbach, die von dem Hunsrücken aus der Gegend von Halsenbach niederfließt, an dessen rechter Seite sich ein angenehmer Pfad zwischen Buschwerk und nackten Felsblöcken sanft nach der Höhe windet, und unerwartet einen kolossalen Bergkegel schauen lässt, der, einzeln in den Hintergrund des weitausgedehnten Tales gestellt, die fernere Aussicht hemmt, und als der Mittelpunkt des schönen landschaftlichen Bildes dem Wanderer entgegentritt. Auf der Höhe dieses Kegels steht eines der interessantesten Schlösser von Deutschland, die historisch merkwürdige Ehrenburg (Castrum super Ere), die schönste Ruine, die weit und breit gesehen werden mag. Sie ist weniger zerstört als vernachlässigt und dem zunehmenden Verfall preisgegeben, und zeigt in ihrer großartigen Anlage mehr Eigentümliches als irgend eine andere Ritterburg. Der hoch emporragende Mittelturm, unten gerundet, oben eckig, überschaut die ganze Länge des ansteigenden Tales bis zu der benachbarten Burg Schöneck und die anliegende Gegend des Hunsrückens, so wie nach der Flussseite das Maifeld und die fernen Höhenzüge des Eifelgebirges. Unten am Flusse der Burg drängt sich in dem engen Raume des Wiesentales das Dörfchen Ehrenberg, mit einer kleinen baufälligen Kapelle, um welche die wenigen Häuser und Hütten gelagert sind. Wann das Schloss erbaut worden, und von wem, lässt sich historisch nicht ermitteln; Kaiser Friedrich der Rothbart entschied in einem Streit über das Eigentum gegen seinen Bruder für die Trierische Kirche (1261). Der Pfalzgraf musste den Erzbischof als Lehnsherrn anerkennen, und belehnte seinerseits mit dem Schloss und seinen Zugehörungen die Ritter von Ehrenberg, ein tapferes Herrengeschlecht, dessen Ruhm zur Zeit der Kreuzzüge weit verbreitet war.