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Lehmen um 1830

 
Auszug aus dem Buch »Mit Carl Bodmer von Trier nach Koblenz«
 
Lehmen 1830 26
 
An einigen grünen Eilanden vorbei gelangen wir nach Lehmen (Liemene, Lemene), welches sich am Fuße eines mit Gebüsch und Hecken wohlbestandenen Abhanges der Maifelder Hochfläche längs dem Moselrand weithin verbreitet hat. Der Ort gehört zu den ältesten des Mosellandes; denn bereits im Jahre 1052 widmete der Erzbischof Eberhard Güter und Liegenschaften, die er hier besaß, dem Chorstift bei St. Simeon zu Trier. Ähnliche Vergabungen fanden fast gleichzeitig nacheinander an die Stiftskirche zu Münster und mehrere andere geistliche Genossenschaften statt. Der Dinglichhof war Erzstiftisches Lehen und zur Burgfeste Gondorf gehörig (1330). Lehmen hatte sonst zwei Pfarrkirchen; das Schiff der andern ist jetzt abgetragen und nur der massive Steinturm erhalten, der zugleich der gegenwärtigen Pfarrkirche als Glockenhaus dient. Die Einwohnerschaft, sonst dürftig und gedrückt, hat an Wohlstand und äußeren Glücksgütern nicht wenig zugenommen; der Weinbau ist bedeutend vorangeschritten und das erzielte Gewächs, besonders rot, verdient den guten Ruf, dessen es sich in alten Zeiten erfreute. Durch ein breites Tal, welches sich rückwärts gegen die Berglehne öffnet, führte eine bequeme Fahrstraße nach den Gebreiten des Maifeldes; ein altes Burggebäude verdeckt sehr malerisch den Eingang dazu. Auf der Höhe schauen die nach dem Dorfe benannten Höfe weit in das Land hinein; es sind ihrer vier, darunter der Gailshof bereits im Jahre 1258 durch den Ritter Rudolf von Lehmen neubegründet oder doch beträchtlich erweitert. Moselwandernde dürfen sich den Genuss der schönen und weitumfassenden Aussicht, die ihnen hier geboten wird, nicht versagen. Es ist nicht bloß die stille Anmut des Moseltales, das sich zu unseren Füßen verbreitet: die Blicke schweifen nunmehr über weite Landstrecken dahin und haften zuletzt an einzelnen Höhepunkten, die in entlegener Ferne zu beiden Seiten des Rheinstromes, dem wir nun schon ganz nahe gekommen sind, aus dem leichten Nebeldufte emportauchen.