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Bauen im Moseltal

Ortsstruktur 4

In der Tallage entwickelt sich die Ortsstruktur entsprechend den durch die Topographie gegebenen Voraussetzungen:
   
141 Am Prallhang steht nur ein schmaler Uferstreifen als Baugelände zur Verfügung. Baugrund: in der Regel felsig und somit tragfähig. Die Ortsstruktur entwickelt sich parallel zum Fluss. Enge Quergassen schaffen die Verbindung zu Wingert und Fluß. Die Bebauung wird eng und flächensparend geordnet. Dem Vorteil der direkten Anbindung an die Weinbergsflächen steht als Nachteil die erschwerte Zugänglichkeit der Feldflur auf dem anderen Flussufer gegenüber. Infolge der direkten Ufernähe sind diese Orte dem Hochwasser stark ausgesetzt.
Beispiele: Ürzig, Piesport, Merl, Cochem
 
142 Der Ortstyp des langgestreckten Straßendorfs entwickelt sich dort, wo freie Geländefläche zwischen Flussufer und Berghang dies erlaubt. Der Verkehrsweg der das Tal erschließenden Straße wird Ansatzpunkt für die Bebauung. Entsprechend der Geländeneigung der flussabgewandten Flächen wird die Anbindung an die Feld- oder Wingertflächen ausgeformt. So entstehen örtlich differenzierte Siedlungsbilder. Während zum Beispiel für Brauneberg, Wehlen und Neumagen die den Ort kennzeichnenden Weinbergslagen am gegenüberliegenden Flussufer liegen und die Feldflur direkt an den Ort anbindet, entwickelt sich Klüsserath auf einem breiten Uferstreifen parallel und in direkter Nachbarschaft zu seinen Wingerten. Wegen des Hochwassers rücken die bebauten Ortsflächen weit vom Flussufer ab.
Beispiele: Brauneberg, Klüsserath, Wehlen, Neumagen

 
143 Am Gleithang bietet sich eine weite, nur flach geneigte Fläche zur Bebauung an. Der Baugrund kann, besonders in Flussnähe sandig und nur begrenzt tragfähig sein. Die Ortsstruktur bildet ein breitmaschiges Wegenetz aus, das Gärten auch in Hausnähe erlaubt und das vielfache Anbindungen an die anschließende Feldflur aufweist. Bis in die 60er Jahre finden sich in Dorfnähe ausgedehnte Streuobstflächen. Die zum Ort gehörenden Weinberge liegen auf dem anderen Flussufer. Wegen des Hochwassers bleibt je nach den topographischen Möglichkeiten eine deutliche Abstandsfläche am Ufer von Bebauung frei. Vielfach markiert eine Nussbaumallee den flussseitigen Ortsrand.
Beispiele: Wolf, Pünderich, Köwerich, Erden, Thörnich
 
144 Die Ortslage am Obergang zwischen der felsigen Talflanke und dem flachen Gelände des Gleithangs bringt ideale Voraussetzungen für eine Ansiedlung. Die Wegeverbindung kann sowohl zum Wingert als auch zur Feldflur kurz gehalten werden. Eine Überquerung des Flusses wird nicht notwendig. Auch steht ausreichend Fläche für die Bebauung zur Verfügung. Die Ortsstruktur entwickelt sich aus der Anbindung des landwirtschaftlich genutzten Umfeldes. Zum Abfluss des Hochwassers können in der Regel ausreichende Flächen von Bebauung frei gehalten werden.
Beispiele: Bremm, Wintrich, Minheim, Trittenheim, Kröv
 




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