Brauneberg

 

Brauneberg, Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, Kreis Bernkastel-Wittlich
ca. 1150 Einwohner, 1222 ha, davon 313 ha Weinbau u. 311 ha Wald

 

An einem fast west-östlich fließenden Stück der Mosel liegt auf kaum ansteigendem Gelände der Weinort Brauneberg, die südwärts gerichteten Steilhänge der Spitzenlage »Juffer« schauen vom anderen Ufer herüber. Die Weine dieser bevorzugten Südlage haben Brauneberg bei Weinkennern weltweit berühmt gemacht, aber auch in früheren Zeiten eine Rolle gespielt. Denn schon im 6. Jh. schenkte der merowingische König Childebert II. dem Bischof von Verdun das Veldenzer Gebiet samt Brauneberg, weil dieser ihm geklagt hatte, die Kirche von Verdun habe keinen Ort, wo sie Wein ernten könne. So gelangte eine der besten Weinlagen an der Mosel in dessen Besitz, samt »Personal«, wie das damals üblich war.

Verwalten ließen die Bischöfe ihr Land und ihre Leute an der Mosel durch einheimische Vögte, die im Laufe der Jahrhunderte immer einflussreicher wurden und sich schließlich als Grafen von Veldenz in den Adelsstand hochgearbeitet hatten. Die Nachfolger der Grafen traten 1523 zum evangelischen Glauben über und mit ihnen ihre Untergebenen.

Oberster Landesherr aber war inzwischen in Nachfolge des Bischofs von Verdun der französische König geworden, der als Katholik dafür sorgte, dass die katholischen Veldenzer katholisch bleiben konnten. Seitdem benutzten in Brauneberg Protestanten und Katholiken »simultan« die gleiche Kirche.

Unangenehmer wurde es, als im 17. Jahrhundert Ludwig XIV. seine rheinischen Besitzungen heim ins Reich holen wollte und 1680 besetzen ließ. Damit begannen die Reunions-Kriege, die gerade für das Moselland unendlich viel Leid brachten. Die Herrschaftsansprüche und Adelsgeschlechter sind längst vergangen, aber die Spitzenweine aus »Dusemond«, das seit 1925 brav deutsch Brauneberg heisst, genießen wir immer noch.

Zu Brauneberg gehört Filzen und, hinter den Weinbergen im Tal versteckt, das kleine Hirzlei.

Seit 1970 ist Filzen Teil von Brauneberg, obwohl es eine ganz andere geschichtliche Entwicklung gehabt hat. Es blieb stets katholisch, kurtrierisch und gehörte früher mehr zu Wintrich als zu Brauneberg. Die Franziskanerinnen des Klosters zu Filzen lebten ihr klösterliches Leben, bis die französische Revolution dem Feudalismus ein Ende bereitete und damit auch den Klöstern ihre wirtschaftliche Grundlage entzog.

Die beeindruckenden ehemaligen Klostergebäude mit ihrem frühromanischen Glockenturm aber sind heute noch Kern des ruhigen Filzen.

 

Aktivitäten in Brauneberg

Der »Weinkundeweg« zeigt die Arbeiten des Winzers und der »Waldlehrpfad« stellt die heimische Flora und Fauna vor. »Jufferweg« und »Klostergartenweg« bieten tolle Ausblicke und schöne Landschaften.

Besuch im Wein- und Heimatmuseum im Kloster

 

Brauneberg um 1830

 

 

bett  Hier finden Sie Ihr Zimmer in Brauneberg  

 

moselaufwärts nach Wintrich moselabwärts nach Mülheim

 

nach Veldenz